06845 Daphnis nerii (L., 1758)
Oleanderschwärmer
Oleander Hawk-moth

Sofern nichts anderes vermerkt, handelt es sich um eigene Bilder! Bilder mit höherer Auflösung auf Anfrage!


Oleanderschwärmer Daphnis nerii Oleander Hawk-moth

Oleanderschwärmer Daphnis nerii Oleander Hawk-moth

Der Oleanderschwärmer ist ein Falter von fast unwirklicher Schönheit, sehr groß und in Deutschland sehr selten. Es ist der Traum vieler Schmetterlingsfreunde, diesem Falter mal in der Natur zu begegnen.
Oleanderschwärmer Daphnis nerii Oleander Hawk-moth Wanderfalter migration Oleanderschwärmer Daphnis nerii Oleander Hawk-moth Wanderfalter migration

Falter  (Damaris Franke, siehe unten)

Falter (Falter aus Ägypten, Hurghada,  Tim Janz)


Raupe Oleanderschwärmer Daphnis nerii Oleander Hawk-moth

Raupe Oleanderschwärmer Daphnis nerii Oleander Hawk-moth

Die erwachsene Raupe ist unverwechselbar durch die blauen "Scheinaugen" - wenn man sie auch noch auf einem Oleanderbusch findet, ist jeder Zweifel ausgeschlossen. Ein weiteres Kennzeichen ist der gelborange Stachel am Ende - den findet man aber auch bei dem ansonsten völlig anders aussehenden Totenkopfschwärmer.

Raupe Oleanderschwärmer Daphnis nerii Oleander Hawk-moth

Raupe Oleanderschwärmer Daphnis nerii Oleander Hawk-moth

Wie viele Schwärmerraupen kann auch diese Raupe den Kopfbereich rüsselartig ausdehnen. Die Raupe ist dimorphisch. Hier die seltener abgebildete rotbraune Farbvariante (Uwe Kauz, Griechenland, Insel Kos, 25.9.2005)

Raupe Oleanderschwärmer Daphnis nerii Oleander Hawk-moth

Raupe Oleanderschwärmer Daphnis nerii Oleander Hawk-moth

Damaris Franke fand diese Raupe vom rotbraunen Farbtyp im Sommer 2007 in Bodelshausen (D, BW,Bodeshausen bei Tübingen, 25.6.2007) zusammen mit 4 weiteren Raupen auf ihrem Oleander und überlies sie mir zur Zucht.

Raupe beim Fressen (gleiche Raupe wie links)

Oleanderschwärmer Daphnis nerii Oleander Hawk-moth

Falter aus der Raupe oben (Bodelshausen)

Beide Farbvarianten der Raupe (D, BW,Bodeshausen bei Tübingen, 22.6.2007, Damaris Franke)

Puppen Oleanderschwärmer Daphnis nerii Oleander Hawk-moth

Raupe Oleanderschwärmer Daphnis nerii Oleander Hawk-moth Wanderfalter migration

Unterschiedlich große Puppen - Grund für den Größenunterschied kann unterschiedliches Futter sein.

Dieses Bild zeigt besonders schön den auffälligen blauen Fleck am Kopf der erwachsenen  Raupe (Zypern, Kyrenia, 1.11.2008)

Verpuppungsbereite Raupe Oleanderschwärmer Daphnis nerii Oleander Hawk-moth Raupe Oleanderschwärmer Daphnis nerii Oleander Hawk-moth Wanderfalter migration
Vor der Verpuppung verfärbt sich die Raupe innerhalb weniger Stunden dunkel. Verpuppungsbereite Raupe (Zypern, Kyrenia, 2.11.2008)
Weitere Bilder: Bild1: Falter von unten (Anni Seiwald , Totfund)
Bild2: Ei an Oleander
Bild3: Eiräupchen
Bild4: Noch frische Puppen ( Holger Wrede )
Bild5: Falter (Ernst Horak, Wien, aus Raupenfund 17.8.2005)
Bild6: Junge Raupe
Bild7: Puppe (Raupe aus Bodelshausen oben)
Bild8: Raupe (braun) von unten (D, Raum München, 9.9.2008, Hannelore Prohaska)
Meldung: Meldungen der Art - vor allem mit Bildbeleg - sind dringend erwünscht. Bitte nur mit Fundort (+PLZ?) + Datum, z.B. hier.
Schwärmer: Die Familie der Schwärmer spielt eine besondere Rolle unter den Nachtfaltern. Es sind meist sehr große Falter mit dickem Körper, die oft kolibriartig im Schwirrflug vor Blüten stehend beobachtet werden. Wenn man geeignete Pflanzen (Geißblatt (Lonicera spec.), Nachtkerzen (Oenothera spec.), Seifenkraut (Saponaria spec.), Phlox (Phlox paniculata), ...) im Garten hat, bekommt man sie am ehesten zu Gesicht. Häufiger als die Falter findet man die großen Raupen, die meist am Körperende eine Art Stachel (völlig ungefährlich!) haben.
Größe/Häufigkeit: Sehr großer Falter, der extrem selten aus dem Süden nach Deutschland einwandert. Meldungen dieses Falters und seiner Raupen sind also sehr erwünscht, um sie der Wanderfalterforschung verfügbar zu machen. Möglichst Fotobeleg liefern. Falls dies nicht möglich ist, Falter genau beschreiben, Verwechslung mit der grünen Farbvariante des Lindenschwärmers ausschließen. Meldung hier!
Verbreitung/ Biotop/ Flugzeit: Der Falter kann überall auftauchen, im Frühsommer begegnet man den eingewanderten Tieren, im Hochsommer eher den Raupen, im Herbst den frisch geschlüpften Faltern.
Raupen: Die Raupen fressen - wie der Name sagt - an Oleander (Nerium oleander - wiss. Name!).
Ähnliche Arten: Sowohl die Raupe als auch der Falter ist eigentlich unverwechselbar, gelegentlich gibt es aber doch Verwechslungen mit dem deutlich kleineren Lindenschwärmer .
Wissenswertes: Es gibt auch tagfliegende Schwärmer, z.B. Taubenschwänzchen und Hummel-Schwärmer. Einige Schwärmer fliegen vor allem in der Dämmerung, z.B. der Windenschwärmer.
Systematik: Sphingidae - Schwärmer
Bemerkungen: Diese Seiten mit den Arten-Portraits richten sich vor allem an interessierte Laien und Fortgeschrittene, so dass Manches vereinfacht und sehr verkürzt dargestellt wird. Für Kommentare und Korrekturen bin ich stets dankbar! 

Auf eine namentliche Nennung der vielen, die beim Bestimmen geholfen haben, muss ich hier  aus Gründen der Praktikabilität verzichten. Ihnen - besonders den Profis im "Bestimmungsforum" (vgl. Link "Foren" oben) - gilt aber mein  herzlicher Dank! Ohne Sie hätten viele Artenportraits mangels abgesicherter Bestimmung nicht erstellt werden können.

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