KR 06828 Agrius convolvuli (L., 1758)
Windenschwärmer
Convolvulus Hawk-moth

Sofern nichts anderes vermerkt, handelt es sich um eigene Bilder! Bilder mit höherer Auflösung auf Anfrage!


Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth

Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth

Meist sitzt der Falter tagsüber mit geschlossenen Flügeln gut getarnt da, so dass man den schön gefärbten Körper nicht sieht (Weibchen?) An diesem Bild von Helga Majewski erkennt man, dass der Schwärmer einen extrem langen Rüssel hat. Er saugt hier an der Wunderblume (Mirabilis jalapa), für die er eine besondere Vorliebe hat (Südfrankreich, August 2005)

Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth

Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth

Dieses Bild von Peter Vogler zeigt den Falter an einer weiteren seiner Lieblingspflanzen, der Nachtkerze. In der Dämmerung saugt der Schwärmer im Schwirrflug an Geißblatt (Lonicera), Nachtkerze (Oenothera), Seifenkraut (Saponaria), Ziertabak (Nicotiana x sanderae), ....Diese  Aufnahme wurde mir von Renate Hubler aus der Schweiz zur Verfügung gestellt.

Falter im Flug Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth

Falter im Flug Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth

Weibchen (?) an Wunderblume (Mirabilis) (Österreich, Lengenfeld b. Krems, 26.8.2006)

Falter von Uwe Kirchhoff

Männchen Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth

Männchen Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth

D, Oberschwaben, Bad Saulgau, 21.5.2007

Männchen(?) von Erich Kugler

Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth
An der hellen Kopfzeichnung (rechts) kann die Art von dem sonst recht ähnlichen  Ligusterschwärmer (links) sicher unterschieden werden. Falter von vorne (D, Bodensee, Friedrichshafen, 8.10.2005, Bild: Ulrich Skronn)
Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth
Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth
Dieses Bild eines Falters auf einer 3,5-Zoll-Diskette (ca. 9cm) erlaubt einen Größenvergleich (D, Bodensee, Friedrichshafen, 8.10.2005, Bild: Ulrich Skronn, Weibchen?)

Stark gezeichnete grüne Farbvariante der Raupe

Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth

Rotbraune Farbvariante

Schwarz(braune) Farbvariante


Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth
Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth

Schwarzbraune Farbvariante

Schwach gezeichnete grüne Farbvariante

Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth

Schwarze Farbvariante

Braune Farbvariante von Winfried Kroll

Raupe Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth

Raupe Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth

Diese sehr schöne gelbe Farbvariante wurde von Susanna Müller im Juli 2003 in der Schweiz (Umgebung 2565 Jens) fotografiert.

Braungelbe Farbvariante

Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth

Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth

Diese Raupe wurde von Florian bei Iglesias auf Sardinien fotografiert.

Braunolive Farbvariante von Günther Ullrich

Raupe Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth

Raupe Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth

Raupe (D, Sachsen, Gröden, 6.10.2006, Beatrix Linge) Raupe (D, Neustadt an der Weinstraße, 4.10.2006, Uwe Diehl)

Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth

Diese Farbvariante wurde von Julia Kerfin fotografiert!

Puppe im Erdkokon Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth

Puppen Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth

Puppe im geöffneten Erdkokon (Bild von Karl Clanek)

Puppen - die bereits dunkel verfärbte Puppe steht kurz vor dem Schlüpfen des Falters. Bei der helleren erkennt man die für die Art typische Rüsselscheide.

Wunderblume Mirabilis Nektarquelle von Windenschwärmer Agrius convolvuli Convolvulus Hawk-moth

Typisches Biotop für die Raupen in Deutschland - am Rande eines Getreidefeldes wachsen Ackerwinden hoch. Die Wunderblume (Mirabilis) ist in der Abenddämmerung eine bevorzugte Nektarquelle des Falters.
Weitere Raupenbilder: Bild1: Hellbraune Farbvariante von Sabine Meyer.
Bild2: Rotbraune Variante von Jürg Rothenbühler (Korsika, Okt.2002)  
Bild3: Gelbgrüne Farbvariante von Anita Erhardt
Bild4: Weißbraune Farbvariante von Michael Oppenheimer
Bild5: Jungraupe
Bild6: Halberwachsene Raupe
Bild7: Halberwachsene Raupe
Weitere Bilder: Bild1: Falter mit geschlossenen Flügeln
Bild2: Falter im Flug von Erich Weidmann
Bild3: Falter in Blüte von Engelstrompete von Heike Döhmann
Bild4: Extrem langer Rüssel, Bild von Vaclav Masek
Bild5: Agrius cingulatus (Südamerika) von Doc Kramer
Bild6: Falter von unten
Bild7: Eier von Eddy Robert
Bild8: Raupenfutterpflanze Ackerwinde
Bild9: Raupenfutterpflanze Zaunwinde
Bild10: Falter im Flug von Gunther Ullrich
Bild11: Falter im Flug (Italien, Elba, Capoliveri, 4.10.2006, Lutz)
Bild12: Männchen (?)  (D, HE, Ronneburg, 12.8.2006, Ralf Spielmann)
Bild13: Falter Kopfpartie (D, NRW, Breckerfeld, 8.9.2007, Axel Steiner)
Meldung: Meldungen der Art - vor allem mit Bildbeleg - sind dringend erwünscht. Bitte nur mit Fundort (+PLZ?) + Datum, z.B. hier.
Schwärmer: Die Familie der Schwärmer spielt eine besondere Rolle unter den Nachtfaltern. Es sind meist sehr große Falter mit dickem Körper, die oft kolibriartig im Schwirrflug vor Blüten stehend beobachtet werden. (Beim Windenschwärmer geschieht dies vor allem in der Dämmerung!) Wenn man geeignete Pflanzen (Geißblatt (Lonicera spec.), Nachtkerzen (Oenothera spec.), Seifenkraut (Saponaria spec.), Phlox (Phlox paniculata), ...) im Garten hat, bekommt man sie am ehesten zu Gesicht. Häufiger als die Falter findet man die großen Raupen, die meist am Körperende eine Art Stachel (völlig ungefährlich!) haben.

Da man die Falter anderst kaum in Ruhe beobachten kann, empfehle ich, gefundene Raupen zu züchten, was gar nicht so schwierig ist. Näheres zur Schwärmerzucht findet man unter dem Link |Zucht| (vor allem im Abschnitt I2).

Größe/Häufigkeit: Sehr großer Falter, dessen Häufigkeit vom Umfang der jährlichen Einwanderung abhängt. Fast nur in der Dämmerung an den oben genannten "Schwärmer-Pflanzen" anzutreffen.
Verbreitung/ Biotop/ Flugzeit: Die Raupen fressen besonders an der Acker-Winde (Convolvulus arvensis), kommen also vor allem auf Äckern vor. Die Einwanderung erfolgt meist im Juni, die hier erzeugte Nachfolgegeneration im Spätsommer oder Herbst.
Raupen: Sehr groß und auffällig, an dem Dorn als Schwärmerraupe erkennbar. Bei genauer Betrachtung nicht mit anderen Schwärmerarten zu verwechseln! Die Raupen fressen ausschließlich an Windenarten (vor allem Acker-Winde).
Ähnliche Arten: Der Falter kann am ehesten mit dem Ligusterschwärmer verwechselt werden, dieser ist aber im Kopfbereich fast schwarz (vgl. Bild oben). Außerdem hat der Windenschwärmer einen viel längeren Rüssel (ca. 10cm, hier Bild). Bei Meldung des Windenschwärmers sollte also die hellere Kopfpartie oder der extrem lange Rüssel bestätigt werden.
Raupenfutterpflanzen: Windenarten (Convolvulus spec., Calystegia spec.), bevorzugt Ackerwinde (Convolvulus arvensis).
Überwinterung: Eine Überwinterung (als Puppe) gelingt im Freiland kaum - in der Zucht ist sie möglich.
Wissenswertes: Der Windenschwärmer ist ein Wanderfalter, der jedes Jahr im Frühsommer aus Nordafrika oder Südeuropa zu uns einwandert. Meldungen dieser Art (Raupe, Falter, ...) sind sehr erwünscht, Meldung hier! Möglichst mit Fotobeleg, immer mit Fundort+Datum+PLZ

Es gibt auch tagfliegende Schwärmer, z.B. Taubenschwänzchen und Hummel-Schwärmer. Einige Schwärmer fliegen vor allem in der Dämmerung.

Systematik: Sphingidae - Schwärmer
Bemerkungen: Diese Seiten mit den Arten-Portraits richten sich vor allem an interessierte Laien und Fortgeschrittene, so dass Manches vereinfacht und sehr verkürzt dargestellt wird. Für Kommentare und Korrekturen bin ich stets dankbar! 

Auf eine namentliche Nennung der vielen, die beim Bestimmen geholfen haben, muss ich hier  aus Gründen der Praktikabilität verzichten. Ihnen - besonders den Profis im "Bestimmungsforum" (vgl. Link "Foren" oben) - gilt aber mein  herzlicher Dank! Ohne Sie hätten viele Artenportraits mangels abgesicherter Bestimmung nicht erstellt werden können.

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