07022 Colias alfacariensis RIBBE, 1905
(Colias australis)
Hufeisenklee-Gelbling
Berger's Clouded Yellow

Sofern nichts anderes vermerkt, handelt es sich um eigene Bilder! Bilder mit höherer Auflösung auf Anfrage!

 


Raupen Goldene Acht / Hufeisenklee-Gelbling Colias hyale / australis Pale / Berger's Clouded Yellow (17984 Byte)

Zur Unterscheidung  Weißklee-Gelbling / Hufeisenklee-Gelbling :

Wichtigstes Bild dieses sehr schwierigen Artenpaares - während die Falter (selbst im präparierten Zustand) kaum sicher zu unterscheiden sind, kann man die Raupen spätestens ab der 2. Häutung sicher zuordnen: Oben die erwachsene Raupe des Weißklee-Gelblings, unten die bunte Raupe des Hufeisenklee-Gelblings (schwarze Flecken und gelbe Längslinien)

 


Männchen Colias alfacariensis Hufeisenklee-Weiüling, Bergers Clouded Yellow

Männlicher Falter des Hufeisenklee-Gelblings. Die Artbestimmung ist durch eine Zucht - Aussehen der Raupe, vgl. links oben - gesichert. Auch das Biotop - eine trockene, magere Wiese mit viel  Hufeisenklee - spricht für diese Art.


Weibchen Colias alfacariensis Hufeisenklee-Weiüling, Bergers Clouded Yellow

Weibchen - Artbestimmung durch Zucht. 5 Bilder dieser Zucht (vom Ei bis zur Puppe) folgen unmittelbar.

Ei Colias alfacariensis Hufeisenklee-Weiüling, Bergers Clouded Yellow

L1-Raupe Colias alfacariensis Hufeisenklee-Weiüling, Bergers Clouded Yellow

Ausgangspunkt der Zucht war eine beobachtete Eiablage an Hufeisenklee (D, BW, Bissingen unter Teck, Eichhalde, ca. 15.6.2006). Das Foto zeigt das Ei am 19.6.2006 -  2 Tage vor dem Schlupf. L1-Raupe am 23.6.2006, also 2 Tage alt. Eine Abgrenzung zum Räupchen des Weißklee-Gelblings ist noch nicht möglich.

L2-Raupe Colias alfacariensis Hufeisenklee-Weiüling, Bergers Clouded Yellow

L3-Raupe Colias alfacariensis Hufeisenklee-Weiüling, Bergers Clouded Yellow

L2-Raupe am 30.6.2006 - also 9 Tage nach dem Schlupf. Bereits hier kann der Weißklee-Gelbling ausgeschlossen werden - die typischen schwarzen Flecken und gelben Längslinien sind bereits angedeutet!

L3-Raupe am 3.7.2006 - also 12 Tage alt. Die Raupe hat jetzt ihr unverwechselbares Aussehen.

Puppe Colias alfacariensis Hufeisenklee-Weiüling, Bergers Clouded Yellow

Das Puppenbild  (14.7.2006) aus der oben erwähnten Zucht schließt diese Bilderserie ab.

Weiteres Puppenbild aus einer anderen Zucht unten.

Weitere Serie von Raupenbilder einer weiteren Zucht unten.

Ei Colias alfacariensis Hufeisenklee-Weiüling, Bergers Clouded Yellow

Eier ablegendes Weibchen Colias alfacariensis Hufeisenklee-Weiüling, Bergers Clouded Yellow

Ei auf Hufeisenklee (Österreich, Südsteiermark, Grassnitzberg, magere, trocckene Wiese,10.8.2007)

Sehr viel spricht hier für den Hufeisenklee-Gelbling - trotzdem kann der Weißklee-Gelbling nicht zu 100%  ausgeschlossen werden.

Eier ablegendes Weibchen an Hufeisenklee (D, BW, Neuffen, Wacholderheide, 17.8.2006)

Sehr viel spricht auch hier für den Hufeisenklee-Gelbling - trotzdem kann der Weißklee-Gelbling nicht zu 100%  ausgeschlossen werden.

Hufeisenklee

Hufeisenklee (Hippocrepis comosa) in Blüte -  die wohl wichtigste Raupenfutterpflanze, die der Art den deutschen Namen gegeben hat.  

Männchen Colias alfacariensis Hufeisenklee-Weiüling, Bergers Clouded Yellow Paarung Colias alfacariensis Hufeisenklee-Weiüling, Bergers Clouded Yellow
Paarung Colias alfacariensis Hufeisenklee-Weiüling, Bergers Clouded Yellow  Oben :  Paarung (Spanien, Andalusien, Bernd Möhring). Auch hier spricht die Verbreitung für den Hufeisenklee-Gelbling  - nach mehreren Literaturangaben kommt  der Weißklee-Gelbling in Andalusien nicht vor!

Oben links :  Männchen (Südfrankreich, Dep.Aude, Quillan, 2.6.2007). Hier dürfte die Verbreitung für den Hufeisenklee-Gelbling sprechen (?)

Links :  Unverwechselbare Raupe (D, Sachsen-Anhalt, Mücheln/Geiseltal, Kalkmagerrasen, 8.5.2015) Christine Lattke
Weitere Bilder: Bild1: Puppe - Bestimmung gesichert durch Zucht
Bild2: L1-Raupe (4.9.2006 - 1 Tag alt, Eiablage D, BW, Schwäbische Alb, Bad Ditzenbach, 23.8.2006)
Bild3: Raupe wie Bild2 (13.9.2006 - 10 Tage alt)
Bild4: Raupe wie Bild2 (16.9.2006 - 13 Tage alt)
Bild5: Raupe wie Bild2 (20.9.2006 - 17 Tage alt)
Bild6: Raupe wie Bild2 (22.9.2006 - 19 Tage alt)
Größe/Häufigkeit: Mittelgroßer Falter, der in geeigneten Biotopen eher vereinzelt angetroffen wirs. Wegen der Unsicherheit bei der Artbestimmung sind genaue Angaben schwer zu treffen.
Verbreitung/ Biotop/ Flugzeit: Der Hufeisenklee-Gelbling bevorzugt eher trockene, sonnige Bereiche mit guten Beständen des Hufeisenklees. Er hat zwei bis drei Generationen im Jahr und ist vor allem im Frühsommer und im Spätsommer anzutreffen. In Europa ist er weiter nach Süden verbreitet wie der Weißklee-Gelbling.
Ähnliche Arten: Kleiner, schneller und tiefer fliegend als der gelbe, männliche Zitronenfalter! Der ebenfalls ähnliche Postillion hat deutliche orange Farbanteile, die schon im Fluge erkennbar sind.
Raupenfutterpflanzen: Die Raupe des Hufeinsenklee-Gelblings frisst nur an Hufeisenklee (Hippocrepis comosa) und  Kronwicke (Coronilla-spec) . 
Überwinterung: Als halberwachsene Raupe.
Wissenswertes: --

Systematik:

Pieridae - Weißlinge
Bemerkungen: Diese Seiten mit den Arten-Portraits richten sich vor allem an interessierte Laien und Fortgeschrittene, so dass Manches vereinfacht und sehr verkürzt dargestellt wird. Für Kommentare und Korrekturen bin ich stets dankbar! 

Auf eine namentliche Nennung der vielen, die beim Bestimmen geholfen haben, muss ich hier  aus Gründen der Praktikabilität verzichten. Ihnen - besonders den Profis im "Bestimmungsforum" (vgl. Link "Foren" oben) - gilt aber mein  herzlicher Dank! Ohne Sie hätten viele Artenportraits mangels abgesicherter Bestimmung nicht erstellt werden können.

Zur Hauptseite: www.schmetterling-raupe.de