Boloria eunomia (ESPER, 1799)
(Proclossiana eunomia)
Randring-Perlmutterfalter
Bog Fritillary

Sofern nichts anderes vermerkt, handelt es sich um eigene Bilder! Bilder mit höherer Auflösung auf Anfrage!

Randring-Perlmutterfalter Boloria ( Proclossiana ) eunomia Bog Fritillary (15838 Byte)

Randring-Perlmutterfalter ( Boloria ) Proclossiana eunomia Bog Fritillary (26263 Byte)

Die vielen Arten von Perlmutterfaltern kann man am besten durch die Unterseite der Hinterflügel unterscheiden. Hier sind es die dunklen Ringe in der Nähe des Randes, die der Art auch ihren deutschen Namen gegeben haben. Der Falter sitzt auf einer Blüte des Wiesen-Knöterichs (Polygonum bistorta.), der einzigen Raupenfutterpflanze.

Dieses Bild zeigt denselben Falter wie links oben - es ist ein weiblicher Falter. Die Geschlechter unterscheiden sich nur auf der Oberseite der Flügel, vor allem am Rand.

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Randring-Perlmutterfalter Proclossiana ( Boloria ) eunomia Bog Fritillary  (24661 Byte)

Feuchte, nur extensiv bewirtschaftete Wiesen mit großen Beständen des Wiesen-Knöterichs braucht die Art. Werden solche Wiesen gedüngt oder mehrfach im Jahr gemäht, verschwindet die Art. Die Aufnahme stammt von einer von mir regelmäßig kontrollierten Feuchtwiese am Rande meines Wohnortes Bad Saulgau in Oberschwaben.

Männlicher Falter

Weibchen von oben - ein besonders dunkles Exemplar (Oberschwaben, Bad Saulgau, 16.6.2005)
   

Raupen Randring-Perlmutterfalter Proclossiana ( Boloria ) eunomia Bog Fritillary

Eigelege Randring-Perlmutterfalter Proclossiana ( Boloria ) eunomia Bog Fritillary

Dieses Bild von Raupen auf einem Blatt des Wiesenknöterichs wurde mir von Mario Peluso zur Verfügung gestellt.

Eigelege, ebenfalls von Mario Peluso

Weitere Bilder : Bild1: Männlicher Falter
Bild2: Weiblicher Falter (Oberschwaben, Bad Saulgau, 16.6.2005)
Größe/Häufigkeit: Mittelgroßer Falter, der in Deutschland nur in wenigen Gebieten vorkommt. An seinen Vorkommensorten kann er aber in großer Zahl anzutreffen sein.
Verbreitung/ Biotop/ Flugzeit: Hauptverbreitungsgebiet in Europa ist Skandinavien, in Mitteleuropa ansonsten sehr lokal. Den Falter trifft man z.B. im Voralpengebiet (also auch in meiner engeren Heimat Oberschwaben) auf feuchten Wiesen mit großen Beständen von Wiesen-Knöterich. Diese Wiesen dürfen allerdings höchstens einmal im Jahr (im Herbst) oder überhaupt nicht gemäht werden. Die Flugzeit beginnt Ende Mai und erstreckt sich bis Anfang Juli.
Ähnliche Arten: Perlmutterfalter im Frühsommer auf feuchten Wiesen mit Wiesen-Knöterich deuten stets auf diese Art oder den Mädesüß-Perlmutterfalter hin. Die Flugzeit der letzteren Art beginnt 1-2 Wochen später. Die Betrachtung der Flügelunterseite schafft sofort Klarheit!
Raupenfutterpflanzen: Ausschließlich Wiesen-Knöterich (Polygonum bistorta.) - die typischen Blüten dieser Pflanze sind auf dem Bild rechts unten gut erkennbar.
Überwinterung: Als Raupe.
Wissenswertes: Die Feuchtgebietsarten sind durch die Änderung der Bewirtschaftung der Wiesen stark gefährdet. Immer mehr feuchte Wiesen wurden (und werden immer noch! subventioniert durch uns Steuerzahler!) trockengelegt und in intensiv bewirtschaftete, gedüngte, mehrschürige Wiesen verwandelt!. Typische Feuchtgebietspflanzen und -tiere verschwinden dann!
Systematik: Nymphalidae - Edelfalter
Bemerkungen: Diese Seiten mit den Arten-Portraits richten sich vor allem an interessierte Laien und Fortgeschrittene, so dass Manches vereinfacht und sehr verkürzt dargestellt wird. Für Kommentare und Korrekturen bin ich stets dankbar! Bezüglich der Namen richte ich mich bei in Deutschland vorkommenden Tagfaltern nach Settele/Feldmann/Reinhardt, Die Tagfalter Deutschlands, bei den sonstigen Arten nach Karsholt/Razowski, The Lepidoptera of Europe. Andere gebräuchliche Namen setze ich in Klammern!
Zur Hauptseite: www.schmetterling-raupe.de