07277 Melitaea deione (GEYER, 1832)
---
Provencal Fritillary
Dieses Artenportrait wurde erstellt von Jürgen Hensle.
Paarung Mellicta deione Provencal Fritillary

Paarung (Südfrankreich, östliche Pyrenäen, Dep.Aude, Umgebung Quillan). Das Bild zeigt die Nominatunterart Melitaea deione deione.

Die beiden Falter fotografierte ich anschließend separat (siehe unten)

Bestimmung in lepiforum.de

 

Männchen Mellicta deione Provencal Fritillary Weibchen Mellicta deione Provencal Fritillary
Männchen aus Paarung oben Weibchen aus Paarung oben
Männchen unten Mellicta deione Provencal Fritillary Weibchen unten Mellicta deione Provencal Fritillary
Männchen aus Paarung oben Weibchen aus Paarung oben

Mellicta deione Provencal Fritillary

Mellicta deione Provencal Fritillary

Beide Bilder wurden von Udo Schwarzer zur Verfügung gestellt.  Die Bilder wurden im April 2004 in Süd-Portugal (Westküste) aufgenommen. Sie zeigen die südportugiesische Unterart  rosinae.

Mellicta deione Provencal Fritillary

Mellicta deione Provencal Fritillary

Die obigen beiden Bilder zeigen ein frisches Männchen der ssp.deione aus Nordspanien (Galizien, 2.5.04)

Den Falter fotografierte Bettina Hüser

Das Bild zeigt ein Männchen der in der Schweiz (Wallis) vorkommenden Unterart berisalii

Gleicher Falter wie links

Diese Raupe ergab in der Zucht (mit Leinkraut (Linaria)) den Falter darüber

Gleiche Raupe wie links

Weitere Bilder: Bild1 : Oberseite eines weiteren Mänchens ssp. berisalii
Bild2 : Unterseite, Falter wie Bild1
Bild3 : Puppe zu Falter Bild1
Größe/Häufigkeit: Eher kleiner Falter, der stets nur an eng begrenzten, oft weit voneinander entfernten Stellen vorkommt. An seinen Vorkommensorten ist er aber oft sehr zahlreich.
Verbreitung/ Biotop/ Flugzeit: Diese wärmeliebende Art ist vom Wallis, über die nordwestitalienischen Alpen und die Gebirge Südfrankreichs bis Spanien und Portugal verbreitet. Zudem tritt sie auch an wenigen Stellen im Norden Marokkos und im angrenzenden Algerien auf. Sie bevorzugt die unteren und mittleren Lagen der Gebirge, fliegt im Wallis bis auf 1200 m, sonst bis etwa 1600 m ü. NN. Dort findet man sie in lichten, trockenen Wäldern oder gebüschbestandenen Gelände. Der Falter fliegt in den Alpen in einer Generation von Mitte Mai bis Mitte Juli, weiter südlich treten zwei Generationen auf, die je nach Klima von April bis Juni und erneut im Juli oder August fliegen.        
Ähnliche Arten: Der weit verbreitete Gemeine Scheckenfalter sieht Melitaea deione sehr ähnlich. Ebenso wie der Westliche Scheckenfalter und der Ehrenpreis-Scheckenfalter.
Raupenfutterpflanzen: Je nach Fundort fressen die Raupen unterschiedliche Pflanzen. Bekannt sind u. a. Leinkraut (Linaria), Orant (Chaenorhinum), Löwenmaul (Antirrhinum) und Fingerhut (Digitalis).
Überwinterung: Als halberwachsene Raupe in einem Gemeinschaftsgespinst.
Wissenswertes: Die Falter verschiedener Regionen können sehr unterschiedlich gefärbt und gezeichnet sein (vgl. Bilder oben)
Systematik: Nymphalidae - Edelfalter
Bemerkungen: Diese Seiten mit den Arten-Portraits richten sich vor allem an interessierte Laien und Fortgeschrittene, so dass Manches vereinfacht und sehr verkürzt dargestellt wird. Für Kommentare und Korrekturen bin ich stets dankbar! 

Auf eine namentliche Nennung der vielen, die beim Bestimmen geholfen haben, muss ich hier  aus Gründen der Praktikabilität verzichten. Ihnen - besonders den Profis im "Bestimmungsforum" (vgl. Link "Foren" oben) - gilt aber mein  herzlicher Dank! Ohne Sie hätten viele Artenportraits mangels abgesicherter Bestimmung nicht erstellt werden können.

Zur Hauptseite: www.schmetterling-raupe.de