07067 Satyrium acaciae (FABRICIUS, 1787)
Kleiner Schlehen-Zipfelfalter
Sloe Hairstreak

Sofern nichts anderes vermerkt, handelt es sich um eigene Bilder! Bilder mit höherer Auflösung auf Anfrage!

Kleiner Schlehen-Zipfelfalter Satyrium acaciae Sloe Hairstreak

Kleiner Schlehen-Zipfelfalter Satyrium acaciae Sloe Hairstreak

Unterseite (D, Baden-Württemberg, Tauberland, Königheim, 15.7.2006) Der kleine Falter ist unterseits unauffällig gezeichnet - bis auf die schwach ausgeprägten  "Zipfel" in der Nähe der orangen Flecken (D, Schwäbische Alb, Großes Lautertal, 2004)

Eier Kleiner Schlehen-Zipfelfalter Satyrium acaciae Sloe Hairstreak

Ei Kleiner Schlehen-Zipfelfalter Satyrium acaciae Sloe Hairstreak

Die Eier werden bodennah an Krüppelschlehen abgelegt und sind nicht leicht zu finden. Diese Eier wurden im Jahre 2004 im Großen Lautertal auf der Schwäbischen Alb  fotografiert. Dieses Ei befand sich wenige cm neben dem links abgebildeten "Dreierpack" in einer Astgabel - eigentlich typisch für den Nierenfleck-Zipfelfalter . Dessen Eier sind jedoch noch deutlich heller und haben in der Mitte eine kleine Ausbuchtung (während bei S.acaciae eher eine Einbuchtung festzustellen ist)
Kleiner Schlehen-Zipfelfalter Satyrium acaciae Sloe Hairstreak Kleiner Schlehen-Zipfelfalter Satyrium acaciae Sloe Hairstreak

D, BW, Schwäbische Alb, Reichenbach i.T.  25.7.2008

D, BW, Umgebung Elztal-Dallau, Klaus Selle

Weitere Bilder: Bild1 : Unterseite (D, Baden-Württemberg, Tauberland, Königheim, 15.7.2006)
Bild2 : Abgeflogener Falter (Schwäbische Alb, Umg. Münsingen, 4.8.2005)
Größe/Häufigkeit: Sehr kleiner, unauffälliger Falter, der in Deutschland nur an wenigen, warmen Stellen vorkommt.
Verbreitung/ Biotop/ Flugzeit: In Europa eher südlich, vor allem südöstlich verbreitet, die nördliche Verbreitungsgrenze verläuft mitten durch Deutschland (z.B. Südbaden, Schwäbische Alb, Tauberland, ...). Die Falter bevorzugen bei uns magere Wiesen (Wacholderheiden) mit Krüppelschlehen. Sie fliegen in einer Generation im Juni und Juli.
Ähnliche Arten: Kann mit abgeflogenen Exemplaren anderer Zipfelfalterarten (z.B. Kreuzdorn-Zipfelfalter und Brauner Eichen-Zipfelfalter) verwechselt werden - ist aber deutlich kleiner als diese.
Raupenfutterpflanzen: Schlehe (Prunus spinosa), wobei die Eiablage nur an niederwüchsigen "Krüppelschlehen"  erfolgt.
Überwinterung: Wie das obere Bild zeigt, als Ei.
Damit lässt sich die Art auch im Winter nachweisen. Das Vorgehen ist sehr detailliert beschrieben in dem folgenden Buch von Gabriel Hermann :  Tagfalter suchen im Winter/Searching for Butterflies in Winter
Wissenswertes: Zipfelfalter-Arten überwintern als Ei. Durch winterliche Eiersuche kann die Art meist besser nachgewiesen werden als durch Falterbeobachtung - das Vorgehen ist beim Nierenfleck-Zipfelfalter ausfürlich dargestellt.
Systematik: Lycaenidae - Bläulinge
Bemerkungen: Diese Seiten mit den Arten-Portraits richten sich vor allem an interessierte Laien und Fortgeschrittene, so dass Manches vereinfacht und sehr verkürzt dargestellt wird. Für Kommentare und Korrekturen bin ich stets dankbar! 

Auf eine namentliche Nennung der vielen, die beim Bestimmen geholfen haben, muss ich hier  aus Gründen der Praktikabilität verzichten. Ihnen - besonders den Profis im "Bestimmungsforum" (vgl. Link "Foren" oben) - gilt aber mein  herzlicher Dank! Ohne Sie hätten viele Artenportraits mangels abgesicherter Bestimmung nicht erstellt werden können.

Zur Hauptseite: www.schmetterling-raupe.de