KR 10376  Lymantria dispar (L., 1758)
Schwammspinner
Gypsy Moth

Sofern nichts anderes vermerkt, handelt es sich um eigene Bilder! Bilder mit höherer Auflösung auf Anfrage!


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Ein Weibchen des Schwammspinners. Die Weibchen leben eher versteckt, man bekommt sie kaum zu Gesicht.

Männlicher Falter, der - im Unterschied zum weiblichen Falter - tagsüber sehr aktiv ist und hektisch umherfliegt.

Dieses Bild einer Paarung schickte mir Simone Held. Sie berichtete über die Entstehung : "Dann an einem der ersten Augustwochenenden saß ein geschlüpftes Weibchen im Glas und über der Gazeabdeckung flatterte ein Männchen. Ich nahm die Gaze vom Glas.  ...  Als er endlich sein Weibchen eroberte, ging es sofort zur Sache!"

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Eier Schwammspinner Lymantria dispar Gypsy Moth (21696 Byte)

Dieses Bild zeigt den Hinterleib des Weibchens, mit den vorhandenen Haaren werden die Eigelege zugedeckt.

Hier sieht man besser, wie die Eier (unten noch leicht erkennbar) mit Haaren bedeckt wurden. Daher der Name "Schwammspinner". Dieses Foto ermöglichte mir mein Schüler Daniel Lott.


Raupe Schwammspinner Lymantria dispar Gypsy Moth (21696 Byte)

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Wenn man die schöne, erwachsene Raupe sieht, fällt es schwer, an die großen Schäden zu denken, die diese Art vor einigen Jahren in einigen Wäldern in warmen Gegenden Süddeutschlands angerichtet hat.

Halberwachsene Raupe, gefunden auf einer Sal-Weide in Kirchheim/Teck. Nur wenn die Raupen in Massen auftreten, richten Sie spürbaren Schaden an.

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Die Raupen gibt es in verschiedenen Farbvarianten - hier 2 Varianten unterschiedlichen Alters.

Weitere Farbvariante (Kroatien)

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Raupen dichtgedrängt auf Stamm sitzend (Name des Bildautors leider nicht mehr bekannt - bitte bei mir melden!)

Im Vordergrund sieht man die große Puppe des weiblichen Schwammspinners, im Hintergrund die kleinere des Männchens.

Weitere Bilder: Bild1: Weiblicher Falter von unten
Bild2: Männlicher Falter mit geschlossenen Flügeln
Bild3: Kopf der Raupe
Bild4: Halberwachsene Raupe
Bild5: Weibchen von Sybille Przybilla
Bild6: Raupe - von Ameisen attackiert von Markus Welz
Bild7: Männchen von unten - Andreas Löhr
Größe/Häufigkeit: Mittelgroßer Nachtfalter, der meist nur sporadisch auftritt, aber gelegentlich zu Massenvermehrungen neigt und dann ganze Wälder kahl frisst.
Verbreitung/ Biotop/ Flugzeit: Verbreitet in wärmeren, waldreichen Gegenden, die Falter fliegen im Hochsommer.
Ähnliche Arten: Die weiblichen Falter sind eigentlich unverwechselbar, die Männchen könnten durchaus mit anderen Nachtfaltermännchen verwechselt werden.
Raupenfutterpflanzen: Verschiedene Laub- und Nadelhölzer, bei Massenvermehrung auch viele andere Pflanzen.
Überwinterung: Als Ei, abgedeckt durch den typischen "Schwamm" - vgl. Bild.
Wissenswertes: Die Bekämpfung der Raupen bei Massenvermehrung ist problematisch - oft werden dadurch auch die natürlichen Feinde der Raupen mit vernichtet.

Der Kontakt mit den Raupen ist problematisch und möglichst zu vermeiden. Die Brennhaare auf dem Körper der Raupe enthalten das Nesselgift Thaumetopoein . Bei Kontakt führt es im menschlichen Körper unter anderem zur Freisetzung von Histamin – mit heftigen Wirkungen, da  noch eine Infektion mit Bakterien dazukommen kann.

Systematik:

Lymantriidae - Trägspinner
Bemerkungen: Diese Seiten mit den Arten-Portraits richten sich vor allem an interessierte Laien und Fortgeschrittene, so dass Manches vereinfacht und sehr verkürzt dargestellt wird. Für Kommentare und Korrekturen bin ich stets dankbar! 

Auf eine namentliche Nennung der vielen, die beim Bestimmen geholfen haben, muss ich hier  aus Gründen der Praktikabilität verzichten. Ihnen - besonders den Profis im "Bestimmungsforum" (vgl. Link "Foren" oben) - gilt aber mein  herzlicher Dank! Ohne Sie hätten viele Artenportraits mangels abgesicherter Bestimmung nicht erstellt werden können.     (Stichworte :  Schmetterling , Raupe , Schmetterlinge , Raupen )

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