Orgyia antiqua (L., 1758)
Schlehen-Bürstenspinner
(Schlehenspinner)

The Vapourer

Sofern nichts anderes vermerkt, handelt es sich um eigene Bilder! Bilder mit höherer Auflösung auf Anfrage!

Schlehen-Spinner Orgyia antiqua The Vapourer (22224 Byte)
Raupe Schlehenspinner The Vapourer Orgyia antiqua (20246 Byte)
Dieses Männchen (gekämmte Fühler!) bedrängt ein Weibchen (fast vollständig verdeckt), das bereits einige Eier abgelegt hat (Bild von Rembert Forche). Viel eher als den Falter bekommt man die sehr auffälligen Raupen zu Gesicht. Man kann sie leicht zum Falter züchten - vgl. Link | Zucht |.
Weiblicher Schlehen-Bürstenspinner  Orgyia antiqua The Vapourer(30495 Byte)
Eier Schlehen-Spinner The Vapourer Orgyia antiqua (26954 Byte)
Überraschung - die weiblichen Falter besitzen gar keine Flügel. Sie beginnen nach der Paarung sofort mit der Eiablage.
Eier in Großaufnahme
Puppen Schlehenspinner The Vapourer Orgyia antiqua (19534 Byte)
Raupe Schlehen-Bürstenspinner Orgyia antiqua The Vapourer (25860 Byte)

Puppen - die größeren rechts ergeben weibliche Falter.

Raupe unmittelbar nach einer Häutung - rechts unten erkennt man die abgestreifte Haut.
Weitere Bilder: Bild1: Weiteres Raupenbild
Bild2: Großaufnahme Puppe
Bild3: Männlicher Falter
Bild4: Männchen beim Anflug zum Weibchen
Bild5: Puppengespinst
Bild6: Junge Raupe
Bild7: "Bürstenspinner"-Raupe aus Bali (Dr.Michael Beer)
Bild8: Überwinterndes Eigelege (Lars Frenzke, Bayern, Veitsbronn, 25.1.05, )
Größe/Häufigkeit: Kleiner "tagfliegender" (nur die Männchen!) Nachtfalter, dessen Raupen man öfters findet! Den Falter beobachtet man eher selten.
Verbreitung/ Biotop/ Flugzeit: In Europa fast überall verbreitet. Die Raupen haben ein breites Spektrum von Nahrungspflanzen, entsprechend findet man den Falter in vielen verschiedenen Biotopen, auch im Garten. Den Falter kann man vom Juni bis Oktober antreffen.
Ähnliche Arten: Es gibt noch weitere, aber recht seltene "Bürstenspinner"-Arten, z.B. den Mondfleck-Bürstenspinner.
Raupenfutterpflanzen: Sehr polyphag, ich fand Raupen an Weiden (Salix spec.), Rosen (Rosa spec.), Hartriegel (Cornus spec.) und Schlehe (Prunus spinosa). Es werden die meisten Laubgehölze als Futter akzeptiert, aber auch Pflanzen wie Brombeere (Rubus spec.), Himbeere (Rubus idaeus), ...
Überwinterung: Als Ei.
Wissenswertes: Wie bei den Bildern schon beschrieben, sind die Weibchen von Natur aus flügellos und sehr kurzlebig. Nach dem Schlüpfen werden sofort die Männchen zur Paarung angelockt (beste Gelegenheit, Männchen überhaupt zu Gesicht zu bekommen!). Unmittelbar danach legen die Weibchen die befruchteten Eier ab, oft auf das Gespinst, in dem sich die Puppe befand. Ohne sich noch weit zu bewegen, sterben sie bald nach der Eiablage. Die Jungraupen werden teilweise durch den Wind in andere Biotope getragen.

Systematik:

Lymantriidae - Trägspinner
Bemerkungen: Diese Seiten mit den Arten-Portraits richten sich vor allem an interessierte Laien und Fortgeschrittene, so dass Manches vereinfacht und sehr verkürzt dargestellt wird. Für Kommentare und Korrekturen bin ich stets dankbar! Bezüglich der Namen richte ich mich bei in Deutschland vorkommenden Tagfaltern nach Settele/Feldmann/Reinhardt, Die Tagfalter Deutschlands, bei den sonstigen Arten nach Karsholt/Razowski, The Lepidoptera of Europe. Andere gebräuchliche Namen setze ich in Klammern!
Zur Hauptseite: www.schmetterling-raupe.de